Menschenrechte statt rechte Menschen

Manchmal lässt sich die Größe einer Demonstration erstaunlich genau bestimmen. Zumindest ungefähr. Die Veranstalter sprechen dann von einer Zahl, die meist etwas höher liegt, die Polizei von einer, die etwas niedriger ist. In diesem Fall waren es laut Veranstaltern 320.000 Menschen auf der Münchner Theresienwiese, die Polizei sprach von rund 200.000. Einig war man sich immerhin in einem Punkt: Es waren sehr viele.

Aufgerufen hatte das Bündnis „München ist bunt“ unter dem Motto „Demokratie braucht Dich“. Zahlreiche Organisationen hatten sich angeschlossen. Die Botschaft war eindeutig: ein Zeichen für Vielfalt, für Rechtsstaatlichkeit und gegen eine politische Entwicklung, die viele Menschen in den vergangenen Wochen zunehmend beunruhigt hat.

Auslöser für diese neue Dringlichkeit war unter anderem eine Entscheidung des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz Ende Januar. Bei einer Abstimmung über Verschärfungen in der Migrationspolitik nahm er in Kauf, dass diese mit Stimmen der AfD eine Mehrheit fanden. Für viele Beobachter markierte das eine Grenze, die bislang als politischer Konsens gegolten hatte.

Große Demonstrationen gegen rechts hat München in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt. Schon im Januar 2024 versammelten sich mehr als 100.000 Menschen auf der Ludwigstraße. Damals wurde die Veranstaltung schließlich sogar abgebrochen, weil der Zustrom immer weiter anhielt und die Sicherheitskonzepte an ihre Grenzen kamen.

Diesmal war der Platz größer. Die Theresienwiese kann einiges aufnehmen, schließlich wird hier sonst das Oktoberfest gefeiert. Doch auch dieser Ort hatte am Ende Mühe, all die Menschen zu fassen, die gekommen waren. Nach Schätzungen der Polizei etwa 250.000, nach Angaben der Veranstalter rund 320.000.

Die Botschaften auf den Schildern und Transparenten waren vielfältig. Manche richteten sich klar gegen Rassismus und Rechtsextremismus, andere forderten eine wehrhafte Demokratie, wieder andere erinnerten schlicht daran, dass demokratische Gesellschaften davon leben, dass Menschen sich einmischen.

Und so stand an diesem Tag weniger eine einzelne Forderung im Mittelpunkt als ein gemeinsamer Satz, der auf vielen Plakaten zu lesen war.

Demokratie braucht Dich.

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